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25. September 2003. Die Hoffnungen, einen privaten Betreiber für das neue Frankfurter Waldstadion zu finden, der sich zudem auch noch finanziell bei der Frankfurter Eintracht engagiert, haben sich zerschlagen. Die Verhandlungen zwischen der Stadt und der englischen Investorengruppe "Stadivarios" sind nach Auskunft von Sportdezernent Joachim Vandreike (SPD) und Kämmerer Horst Hemzal (CDU) gescheitert. "Stadivarios" habe für seine Pläne auf dem Stadiongelände bis Mittwoch abend keine überzeugende Finanzierungsgarantie vorgelegt und damit die von der Stadt gesetzte und mehrfach verlängerte Frist verstreichen lassen. Die Engländer wollten, wie berichtet, nicht nur Betrieb und Vermarktung der neuen, 126 Millionen Euro teuren Arena im Stadtwald übernehmen, sondern auf dem Stadiongelände auch eine Mehrzweckhalle für bis zu 15000 Zuschauer sowie ein Hotel mit bis zu 300 Betten errichten. Zudem war "Stadivarios" als Anteilseigner bei der Eintracht Frankfurt Fußball sieben Millionen Euro erhoffte sich die Eintracht aus diesem Geschäft. Geld, das sie dringend benötigt, auch wenn ein Sprecher des Clubs gestern dementierte, daß im Etat der laufenden Saison schon mehr als drei Millionen Euro aus dem vermeintlichen Geschäft mit dem Investor ausgewiesen seien. Die Stadt wird nach Angaben des Bürgermeisters und des Kämmerers jetzt die Gespräche über ein gemeinsames Konzept der Neu-Isenburger HSG-Gruppe und des Hamburger Sportrechtevermarkters Sportfive GmbH wiederaufnehmen. Die, so hieß es gestern, hätten bisher allerdings nur Interesse an Betrieb und Vermarktung des neuen Stadions bekundet. HSG zeichnet nach eigenen Angaben für den technischen Betrieb der Kölnarena und der Frankfurter Alten Oper verantwortlich, Sportfive vermarktet Fußballvereine wie Hertha BSC, den Hamburger SV, Borussia Dortmund und den Eishockeyclub Iserlohn Roosters. "Mit den beiden Unternehmen haben wir professionelle Partner mit nachgewiesener Kompetenz für den Betrieb und die Vermarktung von Stadien und Arenen am Verhandlungstisch", äußerten Vandreike und Hemzal. Der auch aus Sicht des Sportdezernenten wünschenswerte Bau einer Mehrzweckhalle auf dem Stadiongelände ist mit dem Ausscheiden von "Stadivarios" vorerst nicht mehr realisierbar. Ein Projekt dieser Größenordnung könne nicht mehr rechtzeitig vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beendet werden, fürchtet Vandreike, und zu diesem Zeitpunkt dürfe es in der Nähe des Waldstadions keine Baustelle mehr geben. Der Bau eines Hotels an der Mörfelder Landstraße hingegen erscheint auch unter diesen Umständen, weil schneller realisierbar, nicht ausgeschlossen. (ler./ede.) |
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