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Von Manfred Schäfer Die Eissporthalle abgedunkelt. Stadionsprecher Rüdiger Storch kündigt an: „Wieder zurück mit der Nummer 2, Michael....“, aus 2500 Kehlen schallt es zurück: „Bresagk“. Vielen Fans stehen Tränen in den Augen. Dann läuft der Verteidiger erstmals seit dem fruchtbaren Krebstod seiner Frau Simone vor zweieinhalb Monaten wieder aufs Eis – Gänsehautatmosphäre! Die überfällt auch Bresagk: „Ich wollte eigentlich ganz cool bleiben, aber bei diesem Empfang der Fans lief’s mir eiskalt über den Rücken.“ Sein erstes Spiel fand der 33-Jährige ganz okay: „Dafür, daß ich erst seit zwölf Tagen mit der Mannschaft trainiere, war ich zufrieden.“ Für einen alleinerziehenden Vater ist die Vorbereitung auf ein Spiel allerdings nicht so einfach. „Früher habe ich mich am Spieltag meistens zwei Stunden hingelegt. Jetzt braucht mich meine Tochter Emma, wenn sie aus dem Kindergarten kommt. Zum Glück habe ich einen guten Babysitter für die Zeit der Spiele“, sagt Bresagk. Und wie geht’s jetzt weiter? „Bresi“: „Ich werde weiter trainieren und dann mal sehen, ob ich einen Vertrag bekomme. Wenn es notwendig ist, muß ich halt den Verein wechseln. Ich muß ja Geld verdienen.“ Löwen-Boss Gerd Schröder signalisiert aber schon Entgegenkommen: „Wir sind keine Unmenschen. Wir werden uns unterhalten, ich denke Michael kriegt einen Vertrag.“ |
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