25.09.2003  

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Bresagks erstes Spiel nach dem Tod seiner Frau
Das Gänsehaut-Comeback

Von Manfred Schäfer

Die Eissporthalle abgedunkelt.
Stadionsprecher Rüdiger Storch kündigt an: „Wieder zurück mit der Nummer 2, Michael....“,
aus 2500 Kehlen schallt es zurück: „Bresagk“.

Vielen Fans stehen Tränen in den Augen.

Dann läuft der Verteidiger erstmals seit dem fruchtbaren Krebstod seiner Frau Simone
vor zweieinhalb Monaten wieder aufs Eis – Gänsehautatmosphäre!

Die überfällt auch Bresagk: „Ich wollte eigentlich ganz cool bleiben, aber bei
diesem Empfang der Fans lief’s mir eiskalt über den Rücken.“

Sein erstes Spiel fand der 33-Jährige ganz okay: „Dafür, daß ich erst seit zwölf
Tagen mit der Mannschaft trainiere, war ich zufrieden.“ Für einen alleinerziehenden
Vater ist die Vorbereitung auf ein Spiel allerdings nicht so einfach. „Früher habe
ich mich am Spieltag meistens zwei Stunden hingelegt. Jetzt braucht mich meine
Tochter Emma, wenn sie aus dem Kindergarten kommt. Zum Glück habe ich einen guten
Babysitter für die Zeit der Spiele“, sagt Bresagk.

Und wie geht’s jetzt weiter? „Bresi“: „Ich werde weiter trainieren und dann mal
sehen, ob ich einen Vertrag bekomme. Wenn es notwendig ist, muß ich halt den
Verein wechseln. Ich muß ja Geld verdienen.“

Löwen-Boss Gerd Schröder signalisiert aber schon Entgegenkommen: „Wir sind
keine Unmenschen. Wir werden uns unterhalten, ich denke Michael kriegt einen Vertrag.“



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